Störte.Priester – Kein Leben auf den Knien

Geschrieben von Gast (nicht überprüft) am 05.11.2015
Störte.Priester – Kein Leben auf den Knien
Störte.Priester – Kein Leben auf den Knien

Da ist es nun das neue Werk der Deutschrock Legenden von Störte.Priester , Warum Legenden? Weil sie eine Band sind, die nun mal von Anfang an dabei sind.

Störte.Priester sind

 

Mike Priester – Gesang und Gitarre

Manni – Bass

Ronny – Drums

 

Kein Leben auf den Knien ist ein mehr als würdiger Nachfolger von Deutschrock 2.0 , welches schon ein Brecher war. Mit einem knackigen Intro geht`s los, bevor es mit einem leicht pathetischen „nach oben“ abrockt. Knallhart gesungen, und das die Priester auf dem Weg nach oben halt sind. „Augen auf“ ist ein Song, wo man nur an sich glauben soll, und nicht auf sogenannte Blender hören soll. Deshalb „Augen auf“, und man sollte auch nicht alles glauben.

 

Leb dein Leben“ ist ebenfalls ein Gassenhauer mit einer ganz klaren Message, Lass die Leute labern, da rein und dort wieder raus, weil wenn die Leute lästern, bist du ja immer noch interessant.

Die Welt versinkt im Blut“ eine knallharte Abrechnung über die ganze Scheiße, die im Moment auf dieser Welt abgeht. „Kein Tier ist so gemein, wie es der Mensch vermag zu sein“. Das es nur um Macht geht und das man dafür zur Not über Leichen geht, Weltklasse.

Wir lieben das Leben“ ist ein Partyrocker der einfach Spaß am Leben macht. „Unser Auftrag ist göttlich, und kommt von ganz weit oben.“ Absoluter Pogorocker.

Klare Sicht“ ist ein Song, hinter dem ich absolut als Fan stehe. „Nicht links, nicht rechts, sondern mittendurch“, und das man alles als Deutschrocker ist, aber mit Sicherheit kein Nazischwein - Absoluter Anspieltipp.

In „Das Glück“ geht’s einfach darum, das man seines eigenen Glückes Schmied ist. Aber man muss es auch wollen. Tanzrakete!!!!

Kommen und gehen“ ist ein Song über wahre Freunde, denn nur wahre Freunde bleiben, wenn man ganz, ganz tief in der Scheiße hängt. Ein Gefühl das ich zu gut kenne, denn es ist ein wahres Stück aus dem Leben.

Alles verlieren“ ist die einzige Ballade auf dem Album, ein wunderschöner Song darüber, das man wirklich alles verlieren kann, wenn die Liebe geht.

Karin“ ist eine enttäuschte Dame, die den Anrufbeantworter mit Beleidigungen vollmüllt, worauf mit „Flittchen“ die passende Antwort kommt. Ein typischer „Priester“. Knüppelharte Ansage an die Schlampen dieser Welt, die sich nur hochvögeln. Knaller der Song.

Ehrlich und gehasst“ eine Bandhymne, weil wenn „Störte.Priester“ eines ist, dann dieses. Und das macht sie auch aus.

Wo ein Wille“ ist ein Weg. Richtig. Ein Song der direkt ins Ohr geht. Textlich wie immer ehrlich. Und ich frag mich direkt eines: „Wie lange dauert es bis die ganze Scheiße hier wirklich eskaliert?“

„Das Leben ändert sich“ eben halt und man muss nach vorne schauen, anstatt zurück. Aber ganz wichtig, bleibt wie ihr seid, denn das macht euch aus. Knaller

Aufrecht in den Kampf“ ist ein Brecher, der dazu animiert einfach aufrecht durchs Leben zu gehen, denn das ganze Leben ist ein Kampf. Ab und an braucht man auch einen Arschtritt.

Mit „Flammenmeer“ ist der letzte Song des Albums angebrochen. Zum Abschluss ein wirklich harter Song, in dem Mike ein Untergangsszenario malt. Aber wo er recht hat, wenn die Menschheit und gewisse Nationen nicht aufpassen, endet es bald so. Und dann sind wir alle dran.

 

Kein Leben auf den Knien“ ist das bisher in meinen Augen beste Album der Prenzlauer. Es strotzt vor Wut, vor Kraft. Ein wahres Meisterwerk des Deutschrocks. Hart und ehrlich, wie man es von Störte.Priester gewohnt ist. Es ist schön zu sehen, dass es noch Bands gibt, die sich der Kohle wegen nicht verbiegen, sondern ihren eigenen kompromisslosen Weg gehen. Und auch wenn sie aufs Maul kriegen, wie es bei den Priestern oft genug der Fall war. Dafür verdienen sie sich ehrlich Respekt. Und für dieses Meisterwerk erst recht. Hut ab Störte.Priester. Ihr bekommt von mir die Höchstpunktzahl 10.

 

Euer MOD