LOCAL BASTARDS - STUMME SCHREIE

Local Bastards - Stumme Schreie Front Cover

Artist:

Local Bastards

Album:

Stumme Schreie

Musiklabel:

Metalspiesser

Veröffentlicht:

Oktober 2016

Bewertung:

Tracklist:

1. Schluss mit Lustig

2. Rückgratlos

3. Stumme Schreie

4. Keine Regeln - Kein Problem

5. Auf Euch

6. Terror für den Glauben

7. Wach auf 

8. Was ich will

9. Hammermörder

10. Zeit für mich zu gehen

11. Local Bastards

 

Stumme Schreie“ werden erklingen, das Schweigen brechen und erhört!
So kam sie bei mir an, die Meldung zum neuen Album der Local Bastards. Ich habe die Band vor weit über einem Jahr kennen gelernt, kannte damals das Album und habe mir nur gedacht, “Wow in den Jungs steckt wesentlich mehr drin als ich vom Album kenne“ In einem kurzen Gespräch hab ich an dem Tag erfahren, das sie neues Material haben und auf der Suche nach einem Label sind. Im Januar habe ich sie dann noch mal in Bochum gesehen, gereift und einfach geil. Das Label haben sie ja jetzt in Metalspiesser /Soulfood gefunden und das neue Material ist da. Das Album „Stumme Schreie“ hat am 28.10.2016 Release

Also, die Boxen auf und ab geht`s

Schluss mit Lustig der Opener des Albums haut auch gleich mit Tempo ins Gehör „…Bastarde, Bastarde auf die Dauer hilft nur Power…“ Brett hart, die Riffs, der Biss im Gesang. Bang, das Stück hat mich schon mal voll mitgerissen.

„Du hast keine andere Wahl, brauchst Befehle, brauchst das Geld. Du sagst was andere hören wollen scheißegal ob dir`s gefällt...“ Rückgratlos eine knallharte Ansage an alle Heuchler und Meinungslosen .Genauso hart wie die Ansage, ist das Instrumental – Hardrock vom feinsten.

Stumme Schreie Der Titelsong, durchzogen von Wut. Opfer sexueller Gewalt leiden ein Leben lang „…es ist nicht leicht es zu verstehen das dieses Etwas liebt dich leiden zu sehen…“ Der Titel geht richtig unter die Haut instrumental wie gesanglich wird der Text perfekt umgesetzt.

Es wird nicht ruhiger, mit Schwung hauen einem die Gitarrenriffs durch die Ohren, die Drums geben dem ganzen richtig Druck Keine Regeln – Kein Problem

Auf Euch brauch ich hier nichts sagen, das hänge ich als Video an.

 

Die Drums werden regelrecht geprügelt, der Bass jagt die tiefen, die Gitarrensolos fesseln Terror für den Glauben ein Hammersong.

Und jetzt erst mal Luft holen „…Hackedicht ist Pflicht, ohne Bier geht’s nicht. Wir können es nicht lassen, uns volllaufen zu lassen…“

Die Gitarre hochgezogen, zügellos rockt es weiter Wach auf  ein Song der unserer angepassten Welt, in der Jeder für sich schweigend alles hinnimmt immer wieder durchs Gehör gejagt werden sollte.

Es geht im Tempo um einiges zurück, stampft regelrecht in den Titel und Julian bringt klar und bestimmt rüber „…Was ich will ist…“
Weiter geht es mit einer heftigen Explosion von Tobi am Schlagzeug „…er ist ein Bulle, er ist dein Freund und Helfer, er wird zum Täter, er ist der Hammermörder…“ der Song bekommt  durch das Gitarrensolo richtig Dramatik. Ja, der Hammermörder hat in Deutschland  in den 80er Jahren eine grausame Spur hinterlassen.

„…Es ist Zeit für mich zu gehen, nichts was mich noch hier hält, nur Trauer und die Ohnmacht die wie der Regen fällt…“Man lebt sich auseinander, entwickelt sich in eine eigene Richtung und muss getrennte Wege gehen. Das hinterlässt einen bitteren Geschmack.
„… Thank you god for the Local Bastards…” Southern Rock, eine Hymne, ein Song der mir den ganzen Tag im Ohr bleibt – laut singend sitze ich hier am schreiben, :D wow!!

Fazit: Das ist Rock den Deutschland braucht. Hart, direkt, an der Grenze zum Metal pfeifen einem die Riffs um die Ohren, die Drums ein Feuerwerk und der Bass gibt den nötigen Wums. Hier wurde Instrumental rausgeholt was man aus einer Band rausholen kann. Die Texte, so wie der Gesang haben Biss und Ausdruck. Das Jahr geht zu Ende und ich habe viel Gutes gehört, aber dieses Werk ist für mich das Album des Jahres aus dem Genre des Deutschen Rock und bei mir bleibt nur ein Wunsch – das muss ich live hören.

 

 

 

 

 

 

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Geschrieben von anke am 20.10.2016

anke ist seit über 30 Jahren grenzenlos der Musik verfallen, immer auf der Suche nach was Neuem und gerne live an der Front. Seit Anfang 2014 teilt sie Ihre Eindrücke hier, durch CD und Event Reviews, versorgt den Eventkalender und gibt News an die Leser weiter. Ihre Reviews fallen meistens positiv aus weil:- Sie die Leser auf gute Musik aufmerksam machen will - Sie negative Kritik lieber direkt an eine Band gibt, als sie öffentlich zu zerreißen.