Herzlos - Zweifler und Gewinner

Zweifler und Gewinner Cover

Artist:

Herzlos

Album:

Zweifler und Gewinner

Musiklabel:

Eigenproduktion

Veröffentlicht:

September 2016

Bewertung:

Tracklist:

1. Unter Strom 

2. Zweifler Und Gewinner 

3. Straßenköter 

4. Der Stärkste (Am Tresen) 

5. Atme Den Wahnsinn Ein 

6. Mittelpunkt 

7. Unser Testament 

8. Grau 

9. Falsche Pfade 

10. Woran Haltet Ihr Euch Fest? 

11. Imperfekt 

12. Es Wird Schon Wieder Hell 

13. Wir Ziehen Weiter

Am 30.9.2016 ist es soweit. Das vierte Studioalbum der Band Herzlos aus der Pfalz greift den Musikmarkt an.                                                            
Ich verfolge die Band bereits seit dem 2. Album ZweiPunktNull, auf dem mich die markante rotzige Stimme von Sänger Marvin, so wie der mitreißende Mix aus Punk und Rock sofort überzeugt haben. Mit Masterplan haben sie 2014 direkt den Anschluss gefunden und Live@ Irish House war einfach ein Muss für alle Fans.                          
Jetzt liegt mir das vierte Presswerk der Pfälzer vor, was ich heute einer Intensive-Prüfung unterziehe ;)

In der Besetzung der Band hat es seit dem letzten Album, aus privaten Gründen, Umbesetzungen gegeben und die aktuelle Formation ist:

Marvin – Gesang
Oliver – Gitarre, Gesang
Andrew – Gitarre, Gesang
Alex – Schlagzeug
Christoph – Bass

Der Titel unter Strom kam ja bereits als Video am 18.8.2016 raus und sollte jedem bekannt sein. 
Der Titeltrack Zweifler und Gewinner haut mit karacho ins Ohr. Mir kommt ein Teil der Melodie bekannt vor, wobei mir auf Nachfrage aber versichert wurde, dass die Band den mir vorschwebenden Song nicht kennt. Mir gefällt dieser Zufall, denn der Song brennt sich direkt als Ohrwurm in mein Gehör. Ohne Zweifel hat hier ein Reifeprozess im Instrumental stattgefunden. Volltönig, mit überzeugendem Gitarrensolo wird hier ausgesagt: „…ein Zweifler wird nie ein Gewinner sein…“
„…Wir passen nicht in euer Bild aus goldenem Besteck, weiße Fassade, roter Wein. Wir ziehen es lieber vor Straßenköter  zu sein...“ Herzlos wie man sie kennt und liebt.
Eine Hook die sich durch den Titel zieht, ihn eingängig macht und Gitarrenarbeit die sitzt Der Stärkste am Tresen  Der Track rockt und macht Spaß.
Der Bass gibt den Ton vor“…nananananana, nananananana…“ Die Band lädt zum mitsingen ein. Der Tag läuft scheiße? „…wir haben das Gegenmittel, dein Lieblingslied im Ohr…“ Atme den Wahnsinn ein ein Mitgröler der pur gute Laune vermittelt.
Die Gitarren ziehen direkt durch und der Song Mittelpunkt bekommt eine Spur Hard Rock verpasst, genial – so habe ich Herzlos noch nie gehört.
So ausgereift geht es auch direkt weiter. Zweistimmig im Gesang, mit wechselnden Tempo „…und wenn wir irgendwann mal gehen Unser Testament könnt ihr hier sehen, damit man Herzlos nicht vergisst…“Na ich hoffe doch, dass das so schnell nicht passiert.
Grau Leute ich weiß gar nicht mehr wie ich es noch sagen soll. Gesang, Instrumental, Gitarrensolo… ich sag`s Mal so: „An dieser Stelle grad mein Favorit“ 
Einfach geradeaus geht es in Punk-Manier auf  Falsche Pfade
Wie stark Herzlos in den Texten gewachsen ist, wird z.B. in Woran haltet ihr euch fest besonders deutlich.
Imperfekt startet mit Gitarrensolo und wird gepaart mit einer Spur Wärme und Gefühl im Gesang. Ein weiterer Song der mächtig Eindruck hinterlässt.
„…Es wird schon wieder hell, wird schon wieder Tag – wir reden einfach weiter, unser Band ist viel zu stark. Es wird schon wieder hell…“ So kann es einem gehen wenn man den alten Freund nach Jahren wieder trifft. Ein tolles Erlebnis, ein toller Song.
Das verlassen eine Freundes, die Hoffnung und das Versprechen auf ein Widersehen, „…Wir ziehen weiter Das Ende des Albums und eine Gänsehaut bei mir…
Fazit: Liegt es an den Veränderungen, die produktionstechnisch stattgefunden haben, liegt es an der neuen Formation oder an 8 Jahren Erfahrung die in dieses Album mit einfließen? Egal – auf jeden Fall textlich, instrumental und gesanglich ein Sprung in die Obere Klasse. Der Gesang bekommt mehr Ausdruck und wird vielseitiger, zum Teil dreistimmig. Gitarrensolos, tolle Melodiebrücken und wechselndes Tempo machen das Instrumental sehr interessant. Also lasst euch das Werk nicht entgehen, es lohnt sich.

 

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Geschrieben von anke am 10.09.2016

anke ist seit über 30 Jahren grenzenlos der Musik verfallen, immer auf der Suche nach was Neuem und gerne live an der Front. Seit Anfang 2014 teilt sie Ihre Eindrücke hier, durch CD und Event Reviews, versorgt den Eventkalender und gibt News an die Leser weiter. Ihre Reviews fallen meistens positiv aus weil:- Sie die Leser auf gute Musik aufmerksam machen will - Sie negative Kritik lieber direkt an eine Band gibt, als sie öffentlich zu zerreißen.