Böhse Onkelz Memento-Tour Festhalle Frankfurt

Artist:

Böhse Onkelz

Veranstaltungsort:

Festhalle Frankfurt

Am 22.11.2016 machte ich mich mit dem Pogoluder gegen Mittag auf den Weg nach Mainhatten, zum Heimspiel der Onkelz in ihre Heimatstadt Frankfurt am Main. Unsere Eindrücke möchte ich Euch hier schildern. 

Nach einer Stunde Zugfahrt kamen wir in Onkelztown an. Vom Hauptbahnhof ist es ja nur eine Minute bis zur Festhalle, wo wir kurz nach 15 Uhr ankamen. Die ersten Fans standen schon vor der Halle. Es war ein friedliches Zusammensein wie man es gewohnt ist. Bierchen wurden getrunken, neue Bekanntschaften geschlossen und natürlich Mexico gesungen.
 
Gegen 16:45 Uhr wurde das erste Tor geöffnet, so das wir zum Eingang gehen konnten. Dort mussten wir noch ca. 45 Minuten warten bis wir in die Halle gehen konnten. Die obligatorischen Gesänge fehlten natürlich nicht. Pünktlich um 17:30 Uhr öffneten sich die Pforten der Festhalle. Wir kamen gut durch die Kontrollen und schafften es in die dritte Reihe (böhser fehler, ganz böhser Fehler) und warteten auf die erste Vorband Vagabundos del Lujo. Zwei Mann mit einer Akustikgitarre und dem Fuß als Beatgeber. Mehr brauchen sie nicht. Mit einem Akustikset von bekannten Gassenhauern der Rockgeschichte (darunter auch Mexico und Auf gute Freunde) rockten sie sich durch ihr Set. Gefiel uns echt gut. 

Dann folgten eine halbe Stunde später Beastö Blanco. Eine Mischung aus Alice Cooper, Lordi und Ozzy Osbourne. Ziemlich freaky das ganze. Aber wusste zu gefallen. Ich hab schon schlimmers bei BO als Vorband erlebt. (Rinderwahnsinn, oder ganz schlimm The Wonderfools). 

Dann hieß es warten bis BO kommt. Jeder hat auf die Tittenshow gewartet, nur die fiel diesmal leider aus. Und um 20:45h stürmten die vier endlich die Bühne. Mit Gott hat ein Problem rockten sie los. Der Song ist als Opener ein wenig lahm, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, weil es direkt mit 10 Jahre brutal weiterging. Jetzt zu dem angedeuteten Fehler (dritte Reihe), bei den ersten Akkorden von 10 Jahre gab es kein Halten mehr. Es war ein so heftiger Pogo, wie ich ihn noch nie erlebt habe, und ich war schon auf vielen Konzerten. Alles drückte, feierte und sang. Bäääm, da isses wieder, das La Familia Feeling. Es wurde den Leuten geholfen aus dem Pogowahnsinn raus zukommen, jeder feierte mit jedem, keiner hält sich für was besseres, alles E.I.N.S.. Und was die Band auf der Bühne zeigt ist schlichtweg Wahnsinn. 

Bei Finde die Wahrheit war die Festhalle ein Händemeer, Weidner grinste sich nur noch einen. Irgendwas für Nichts folgte und danach mit Nie Wieder ein Klassiker, den jeder so lautstark mitsang wie er nur konnte, bevor mit Gehasst, verdammt, vergöttert das nächste Pogomassaker startete. 

Es folgte Hit auf Hit, die Stimme verabschiedete sich immer und immer mehr, scheißegal, das war es wert. Vom Album Memento hat mich live echt Auf die Freundschaft und vor allem Wo immer wir auch stehen überzeugt. Der Song hat live eine ganz besondere Magie. Wir waren im Onkelz-Rausch, was auch an Kevin lag. Dieser Mann hat mich an diesem Tag so dermaßen geflasht, ich war richtig glücklich ihn so fit und frei zu sehen. Wahnsinn wie er die Kurve gekriegt hat. Hut ab Käfer!
 
Gonzo stimmte ein kleines Solo vor Auf gute Freunde an. Die ganze Halle klatschte und feierte. Dann brach ein Orkan in die eh schon stickige Luft der Festhalle ein. Eine ganze Halle lag sich in den Armen und feierte diesen Song. Der ja bekanntlicherweise die Hymne der ganzen Deutschrock-Szene ist. Dann begann der Zugabenteil mit Wir ham noch lange nicht genug. Was da abging dürfte Jedem bekannt sein. Direkt darauf folgte mit Kirche einer der Oberkracher von den Onkelz, der Song ist immer wieder ein musikalischer Hochgenuß. Danach brach der pure Wahnsinn aus. Stephan ging ans Mikrofon und sagte nur:

Was wollt ihr hööööööööreeeeeen?

und alles schleuderte ihm Mexico entgegen. Der absolute Pogowahnsinn brach aus. Bei der Stelle zum tanzen war die Festhalle ein einziges Pogomeer. Auf den Unter- und Oberrängen, im Innenraum überall tanzten die Leute. Es war ein einziger Rausch. 

 

Nach dem Rausch wurde mit Erinnerung das Ende eingeläutet. Zwei Stunden die viel zu schnell vorbeigingen. 

Es war der pure Wahnsinn, einfach geil. Ein Kevin in Höchstform. Ein Gonzo der wieder daheim ist, ein W wie immer souverän, und Pe der sich das Herz am Schlagzeug rausprügelte. 

Was sich 2014 am Hockenheimring noch nicht so wirklich angefühlt hatte, ist jetzt endlich in mir angekommen. Ich bin heimgekommen und es fühlt sich sooooooooo gut an. Die Onkelz werden auf ewig meine Nummer Eins sein, dazu stehe ich und ich bin stolz ein Neffe zu sein und das sogar mehr als je zuvor. 

Aber die Bühne muss ich noch erwähnen, eine Bühne der Superlative. Ein wahnsinniges Farbenspiel sogar über den Köpfen ein genialer Himmel. Einfach geil. 

Hier habt Ihr einen Einblick in die komplette Setlist der Memento-Tour:

  • Gott hat ein Problem
  • 10 Jahre
  • Finde die Wahrheit
  • Irgendwas für Nichts
  • Nie wieder
  • Gehasst, verdammt, vergöttert
  • Auf die Freundschaft
  • Schutzgeist der Scheiße
  • Lieber stehend sterben
  • Nur die Besten sterben jung
  • Jeder kriegt was er verdient
  • Dunkler Ort
  • Wieder mal 'nen Tag verschenkt
  • 52 Wochen
  • Danke für Nichts
  • Bomberpilot
  • Wo auch immer wir stehen
  • Mach's Dir selbst
  • Auf gute Freunde

Encore:

  • Wir ham' noch lange nicht genug
  • Kirche
  • Mexico
  • Erinnerung


Euer MoD 
 

Geschrieben von Gast (nicht überprüft) am 01.12.2016