Delirium - Dem Schicksal entgegen

Delirium - Dem Schicksal entgegen Cover
Delirium - Dem Schicksal entgegen Cover

Artist:

Delirium

Album:

Dem Schicksal entgegen

Musiklabel:

Sunny Bastards

Veröffentlicht:

März 2018

Bewertung:

Tracklist:

1. Intro

2. Dem Schicksal entgegen

3. Unter meiner Haut

4. Gemeinsam

5. Rock n Roll

6. Alles nur zum Spaß

7. Leuchtfeuer

8. Hol mich hier raus

9. Mach deine Augen auf

10. Unsere Leidenschaft

11. Hochmut

12. Was uns prägt

13. Zum allerletzten Mal

Da ich bereits 2015 die Ehre hatte, zum Debütalbum Kopf oder Zahl eine Review zu schreiben, war ich natürlich völlig aus dem Häuschen, als die Anfrage kam, ob ich nicht auch zum kommenden zweiten Album (VÖ 02.03.2018) ein paar Zeilen schreiben möchte.

Schicksal? - Vielleicht

Unvoreingenommen und neugierig, hab ich mich also hingesetzt und mir die neue Scheibe Dem Schicksal entgegen reingezogen...

Schon alleine die ersten Töne vom Intro, machen Gänsehaut und klingen sehr vielversprechend.
Ein geiles Zusammenspiel der Instrumente, das beinahe nahtlos in den nächsten Track übergeht.

Die Botschaft von Dem Schicksal entgegen, ist mehr als deutlich. 

„Die Fäuste nach oben, dem Schicksal entgegen. Aufgeben gibt es nicht, auch wenn Alles gegen dich spricht. So oft gefallen, doch dich hat keiner besiegt.
Machst du weiter, auch wenn der Wind sich dreht.“

Wenn es mal nicht läuft, einfach aufstehen, Krone richten und dem Schicksal den Mittelfinger zeigen. 
(Da mein Lebensmotto ähnlich ist, spricht mich der Song natürlich auf anhieb an!)

 

In Unter meiner Haut heben die Jungs ebenfalls den musikalischen Mitelfinger. 

„Ich lass‘ es nicht mehr zu, so zu sein wie ihr mich wollt. Nach euren Idealen, ich bleib mir selber treu. Es ist an der Zeit den Mittelfinger zu erheben.
An alle Ignoranten: Ich leb mein eigenes Leben.“

Was soll man zum Text noch groß sagen? 

Gemeinsam lädt nicht nur zum feiern ein, sondern erinnert auch noch mal daran, dass wir alle gleich sind. 
Egal ob schön oder hässlich, jung oder alt, reich oder arm. Auch die Hautfarbe zählt nicht, wenn die Jungs uns einladen, gemeinsam mit ihnen ins Delirium zu gehen. 

„Hebt das Glas. Lasst uns feiern, lasst uns leben. Seid ihr bereit – für eine richtig geile Zeit. Dann kommt mit uns, bereit dem Alltag zu entfliehen.
Gemeinsam ins Delirium.“

Die Frage: Ist das Rock n Roll genug, wird mit dem 5 Track auf dem Album definitiv mit einem fetten JA! beantwortet.
Es reißt mich quasi vom Stuhl, während ich meinem zukünftigen Ohrwurm zuhöre. 

„Ist das Rock’n Roll genug? Ein paar Töne aus der Vergangenheit. Ist das Rock’n Roll genug? Hier habt ihr, wonach ihr alle schreit. Ist das Rock’n Roll genug? Ist das, ist das nun Rock’n Roll genug?“

Sie tun doch nichts... Sie wollen nur "spielen" *grins*. 
Das die Jungs von Delirium Spaß an der Musik haben und sich nicht um die Meinungen anderer kümmern, beweisen sie mit dem nächsten Song Alles nur zum Spaß!

„Ich tu‘ das Alles, alles nur zum Spaß. Einfach Alles, alles nur zum Spaß. Ich mach‘ das nicht für andere. Und auch nicht für Geld. Ich tu‘ das Alles, alles für mich selbst.“

Botschaft? Ist eigentlich klar, oder? 

Mit Leuchtfeuer hat die Band, definitiv mein Herz berührt.
*Feuerzeug raus hol*. 

„Denn egal wo ich auch bin, euer Leuchtfeuer kann ich sehen. Der Kompass, der mich führt, wo immer ich auch geh‘. Ihr lotst mich heim, wie der Leuchtturm
auf stürmischer See. Ihr seid ein Teil von mir. Wo immer, wo immer ich auch steh.“

Einen Ort, den man Zuhause nennen kann, braucht doch jeder. 
Musikalisch ist der Song definitiv der ruhigste Song auf der Platte und auch definitiv einer, meiner Favoriten! 

 

Aber auch Hol mich hier raus, zählt zu meinen Favoriten. 

„Nimm‘ mich mit, hol mich hier raus. Aus diesem Loch, dem negativen Rausch. Zeig mir den Weg, zurück zur Existenz. Denn ich habe erfahren.
Auch ich, auch ich bin nur ein Mensch.“

Hand auf´s Herz, wer kennt es nicht? Diese Momente des Zweifelns und des Ertrinkens? 
Ein Hilfeschrei, der nicht nur musikalisch unter die Haut geht. 

 

„Wenn du bei mir, bist dann nutze deine Stimme. Fang‘ an selbst zu denken und lass dich nicht weiter lenken. Verlang‘ die Wahrheit und nutze den Verstand.
Ohne Filter und Zensur und Mediendiktatur.“

Lass dich nicht lenken, sondern fang an zu denken. 
Die Botschaft von Mach deine Augen auf ist ziemlich deutlich. 

Welchen Werdegang Stefan (Vocals), Marcel (Gitarre), Mätthy (Gitarre), Mario (Bass) und René (Drums), hinter sich haben und wie alles begann, bekommen wir in Unsere Leidenschaft zu hören. 
Sie übermitteln uns allerdings auch, wo sie jetzt stehen und wie wichtig ihnen die Freundschaft ist.

„Unsere Leidenschaft, die auch Leiden schafft. Doch wir sind noch immer da. So wie wir früher waren. Diese Leidenschaft zeigt auch wahre Freundschaft.
Freunde kommen und Freunde gehen. Die Zukunft zeigt wer zu uns steht.“
„Hochmut kommt immer vor dem Fall. Die Zeit wird zeigen, wer zu Grunde gehen soll. Überheblichkeit und Arroganz. Ein ungehörter Schrei nach Akzeptanz.
Mit Sicherheit ist von uns niemand perfekt. Doch eins könnt ihr mir glauben wir sind echt.“

Zu Hochmut muss man eigentlich nichts mehr sagen. Der Text spricht für sich und wird musikalisch, einfach bombenmäßig ins Hirn geballert. 
Hoffentlich bleiben die Worte, bei einigen sitzen! 

Das Leben ist eine Achterbahn. Mal geht´s auf und mal geht´s ab. 
Entscheidungen und deren Folgen, haben wir zu tragen, ob es uns gefällt oder nicht. 
Allerdings können wir beeinflussen, wo es lang geht und darauf kommt es an.  

„Nimm dir die Zeit und nicht dein Leben. Du allein kannst was bewegen. Es ist doch egal, was einmal war. Die Vergangenheit ist nicht mehr da. Es geht vom Berg auch mal ins Tal. Aber nur du hast die Wahl.“

 

Zu guter letzt, bekommen wir mit Zum allerletzten Mal, eine donnernde Warnung auf die Ohren. 
Eine Warnung, an alle Klugscheisser, Egoisten und Pessimisten. 

"Ich halt‘ es nicht mehr aus und ich sag’s dir ins Gesicht. Du bist unerträglich, überflüssig. Leck mich! Ich ignoriere dich,denn du lässt mir keine Wahl. Halt dich fern von mir. Ich sag’s dir zum aller, zum allerletzten Mal.“

Die Botschaft ist auch hier, mehr als eindeutig! 

 

Fazit:

Ich bin sprachlos und das soll schon etwas heißen, denn das passiert mir selten... *lach*
Musikalisch schlägt das Album ein, wie eine Bombe, die mich glatt aus meinem Stuhl katapultiert. 
Eine Entwicklung ist definitiv heraus zu hören! 
Stefans Worte sind eindringlich und bleiben hängen. 
Marcel, Mätthy, Mario und René spielen ihre Instrumente, als hinge ihr Leben davon ab und das ist deutlich spürbar. 
Der Sound ist absolut geil!
Die Botschaften der Texte regen zum Nachdenken und mitgröhlen an. 
Man kann hören, dass Delirium harte Arbeit in Dem Schicksal entgegen gesteckt hat. 
Eine Mischung aus deutschem Rock, ein wenig Punk und gutem alten Rock n Roll. 
Geniale Leistung und hoffentlich nicht das letzte, was wir von der Band zu hören kriegen! 

Let´s rock, Eure Leandra

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Geschrieben von Resi am 08.02.2018

Resi Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis,