Korben Dallas - Seite A

Korben Dallas - Seite A, Cover
Korben Dallas - Seite A, Cover

Artist:

Korben Dallas

Album:

Seite A

Musiklabel:

Eigenproduktion

Veröffentlicht:

März 2018

Bewertung:

Tracklist:

1. Jetzt Nicht

2. Rocky

3. Stirb!

4. Sichtweise

Bereits am 24.3.2018 haben Korben Dallas mit ihrer vier Track Ep Seite A ein Lebenszeichen von sich gegeben. Ich habe das Teil hier vor mir liegen und schaue und höre da mal etwas genauer hin.
Nehme ich doch als erstes mal die Texte unter die Lupe und stelle fest, die Jungs sind noch genauso verdreht wie immer, nichts für strukturierte Menschen, man sollte schon bereit sein zum Querdenken.

Wie das so im Leben spielt, es ist nie der Richtige Zeitpunkt für irgendwas.
„Jetzt Nicht! Das Tapsgeräusch ihrer Füße im Flur. Das Weckt mich sanft, dann ein Blick auf die Uhr. Noch einmal tief in ihre Seite im Bett graben. Soweit Perfekt, jetzt müsst ich nur noch einen Kaffee haben… Warum ruft das Amt mich immer an wenn ich grad nicht reden kann? Warum juckt die Nase immer dann, wenn man grad nicht kratzen kann…“

Rocky, ein Geselle unserer Zeit. Das Leben leben, nichts riskieren... Er zockt online, er gibt sich dem grünen Dunst hin, flüchtet sich ins Trivial…
„..Wachst du nicht bald auf, nimmst Mühe in Kauf. Um zu ernten muss man etwas säen, kannst du es nicht verstehen?“

Stirb! beschreibt den Tag der Tage an dem alles… ja was, kennt ihr nicht?surprise
„…Die Welt die kann mich mal, ich sitz im Jammertal. Keine Ahnung mir egal, denn es war nicht meine Wahl. Ich wusste schon heute beim Aufstehen das der Tag scheiße wird…“

Sichtweise klingt für mich klingonisch, habe ich doch mit Star Trek so gar nichts am Hut. Also den müsst ihr aus eurer Sichtweise betrachten. wink

Musikalisch geht es weiter Richtung Metalcore, der allerdings nicht in die typisch dafür vorgesehene Lade gehört. Gesanglich wechseln sich melodische Clearvokal-Parts, mit Growls und krassen Shouts ab und werden von Piny auf seine ganz eigene Art rüber gebracht. Mal überzeugenim Song prägende Gitarrenhooks  und mal zieht einen eine melodische Gitarrenlinie  einfach mit (Jetzt Nicht) Das Grundgerüst bildet ein konstant präsenter Bass (kommt in Stirb! gut zur Geltung) und die Drums geben das wechselnde Tempo  vor.

Mein Fazit: Es ist im deutschen Bereich einfach immer noch was besonderes, der Pandacore von Korben. Die Fahnenstange ist hier zwar noch nicht erreicht, aber es macht einfach Spaß und live kommt es noch besser rüber. Zum letzten Album ist es etwas melodischer und vielseitiger geworden und ich warte auf Seite B, oder vielleicht wird’s ja doch ein Album. Jungs gebt Gas denn meine drei Flammen tendieren zur vierten, aber ich will euch nicht den Wind aus den Segeln nehmen.
 

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Geschrieben von anke am 09.05.2018

anke ist seit über 30 Jahren grenzenlos der Musik verfallen, immer auf der Suche nach was Neuem und gerne live an der Front. Seit Anfang 2014 teilt sie Ihre Eindrücke hier, durch CD und Event Reviews, versorgt den Eventkalender und gibt News an die Leser weiter. Ihre Reviews fallen meistens positiv aus weil:- Sie die Leser auf gute Musik aufmerksam machen will - Sie negative Kritik lieber direkt an eine Band gibt, als sie öffentlich zu zerreißen.